
Vitamin C Infusion: Alles zur Vitamin C Infusionstherapie in Eisenstadt
Das Wichtigste in Kürze:
- Vitamin-C-Infusionen erreichen bis zu 100-fach höhere Blutspiegel als oral eingenommene Präparate
- Die Infusionstherapie umgeht die natürliche Aufnahmegrenze des Darms von etwa 200 mg pro Einzeldosis
- Indikation besteht bei akuten Infekten, chronischer Erschöpfung und als Begleittherapie bei Krebserkrankung
- Eine Behandlung dauert 30 bis 60 Minuten und kostet 180 €
Vitamin C ist als Immunbooster bekannt. Doch während Tabletten und Pulver an der Aufnahmekapazität des Darms scheitern, gelangt das Vitamin bei einer Infusion direkt ins Blut. Diese Form der Verabreichung ermöglicht Konzentrationen, die oral unmöglich zu erreichen sind. Für wen diese Therapie geeignet ist und was dabei im menschlichen Körper passiert, erklären wir in diesem Artikel.
Warum Vitamin C Infusion statt Tabletten?
Der Körper kann Vitamin C nur begrenzt über die Nahrung aufnehmen. Verantwortlich dafür sind natrium-abhängige Transporter in der Darmwand, die bei etwa 200 mg pro Aufnahme ihre Sättigungsgrenze erreichen. Selbst bei höherer Dosierung gelangt dann kaum mehr Vitamin ins Blut. Der Rest wird ungenutzt ausgeschieden.
Eine Vitamin-C-Infusion umgeht diesen Mechanismus komplett. Das Vitamin wird intravenös verabreicht und erreicht so innerhalb kürzester Zeit hohe Konzentrationen im Blutkreislauf des Patienten. Während bei oraler Einnahme maximal 200-300 mg pro Stunde resorbiert werden können, lässt sich über eine Vene direkt 7,5 bis 15g Vitamin C innerhalb einer Sitzung zuführen.

Indikationen für eine Vitamin-C-Infusionstherapie
Eine Vitamin-C-Infusion ist keine Routinemaßnahme für gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung. Die Indikation besteht vor allem dann, wenn der Körper einen erhöhten Bedarf hat oder ein manifester Vitamin-C-Mangel vorliegt. Vitamin C ist an vielen biochemischen Prozessen im Körper beteiligt und für zahlreiche Funktionen lebenswichtig.

Akute und wiederkehrende Infekte
Bei einem Infekt steigt der Bedarf an Vitamin C drastisch. Das Vitamin unterstützt die Funktion des Immunsystems, fördert die Bildung von Antikörpern und wirkt als Radikalfänger gegen freie Radikale. Menschen mit häufigen Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen oder Harnwegsinfekten profitieren oft von der hochdosierten Therapie. Die Vitamin-C-Infusionstherapie kann die Krankheitsdauer verkürzen und die Symptomintensität reduzieren. Als Antioxidantien schützen Vitamin-Moleküle die Zellen vor oxidativem Stress.
Chronisches Erschöpfungssyndrom und Fatigue
Patienten mit anhaltender Müdigkeit, Burnout-Symptomatik oder chronisch verlaufender Fatigue nach viralen Infekten berichten häufig von verbesserter Leistungsfähigkeit nach einer Vitamin-C-Infusion. Das Vitamin ist an der Synthese von Carnitin beteiligt, das für den Energiestoffwechsel in den Zellen essentiell ist. Zudem reduziert es oxidativen Stress, der bei chronischer Erschöpfung oft erhöht ist. Die hochdosierte Vitamin-Zufuhr über die Blutbahn wirkt oft schneller als die orale Gabe.
Begleitende Krebstherapie in der Onkologie
In der integrativen Onkologie wird hochdosiertes Vitamin C als Begleittherapie bei Krebserkrankung eingesetzt. In hohen Konzentrationen kann hochdosiertes Vitamin C pro-oxidativ wirken und gezielt Tumorzellen schädigen, während gesunde Zellen geschützt bleiben. Auch nach einer Strahlentherapie oder einem operativen Eingriff kann die Therapie die Regeneration unterstützen. Wichtig: Diese Anwendung erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Absprache in der Ordination und ersetzt keine konventionelle Krebsbehandlung. Die Datenlage ist noch nicht abschließend geklärt.
Vitamin-C-Mangel bei chronischen Erkrankungen
Bestimmte Erkrankungen erhöhen den Bedarf an Vitamin C oder beeinträchtigen dessen Aufnahme. Ein niedriger Vitamin-C-Spiegel zeigt sich durch Mangelerscheinungen wie Müdigkeit, schlechte Wundheilung oder ein geschwächtes Immunsystem. Dazu gehören chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Dialysepatienten, Raucher und Menschen mit starkem Alkoholkonsum oder Mangelernährung. Auch nach Operationen oder bei schlecht heilenden Wunden kann eine Infusion die Zellregeneration beschleunigen. In extremen Fällen kann schwerer Vitamin-C-Mangel zu Skorbut führen, einer heute seltenen, aber ernsthaften Erkrankung.
Die Einnahme bestimmter Medikamente kann ebenfalls den Gehalt an Vitamin C im Körper senken. Auch chronische Entzündungen erhöhen den Verbrauch erheblich.
Unterstützung für Sportler und Biohacker
Intensive körperliche Belastung führt zu oxidativem Stress und Mikroverletzungen in der Muskulatur. Leistungssportler nutzen Vitamin-C-Infusionen zur schnelleren Regeneration und Verkürzung der Erholungsphasen. Auch im Biohacking-Kontext wird die Therapie zur Leistungsoptimierung eingesetzt. Manche Anwender berichten zudem von positiven Effekten auf das Hautbild und die Entgiftung.
Wie läuft eine Vitamin-C-Infusion ab?
Vor der ersten Behandlung erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch in unserer Ordination. Der behandelnde Arzt prüft mögliche Kontraindikationen für eine Vielzahl von Erkrankungen und klärt über den Ablauf auf. In vielen Praxen werden vorab die Nierenwerte kontrolliert, um Risiken bei eingeschränkter Nierenfunktion auszuschließen.
Die Infusion selbst dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Eine Infusionslösung mit hochdosiertem Vitamin C (auch Ascorbinsäure genannt) wird mit isotonischer Kochsalzlösung verdünnt und über einen venösen Zugang verabreicht. Die Infusionsgeschwindigkeit wird individuell angepasst. Zu schnelle Gabe kann zu Unwohlsein oder einem Druckgefühl führen.
Während der Behandlung können Sie lesen, arbeiten oder sich entspannen. Nach der Infusion sollten Sie ausreichend trinken, um die Nieren bei der Ausscheidung überschüssiger Mengen zu unterstützen.
Dosierung nach Indikation:
- Prävention und leichte Infekte: 7,5 Gramm Vitamin C pro Sitzung
- Akute Infekte und Erschöpfung: 15-30 Gramm Vitamin
- Chronische Erkrankungen: 30-60 Gramm (unter ärztlicher Kontrolle)
- Begleitende Krebstherapie: Bis 100 Gramm Vitamin (unter ärztlicher Kontrolle)
Die Häufigkeit richtet sich nach dem Therapieziel. Bei akuten Zuständen werden oft 2-3 hochdosierte Vitamin-C-Infusionen pro Woche empfohlen, bei chronischen Verläufen genügt meist eine wöchentliche Behandlung über mehrere Wochen. Die höhere Dosis bei intravenösen Gaben ermöglicht einen deutlich höheren Plasmaspiegel als bei oralen Präparaten.
Was kostet eine Vitamin C Infusion?
Die Kosten variieren je nach Dosis und Praxis ca. 180 € pro Sitzung. Höhere Dosen und zusätzliche Leistungen wie Laborkontrollen erhöhen den Preis.
Kostenübernahme: Private Krankenversicherungen erstatten die Behandlung häufig, wenn eine medizinische Indikation vorliegt. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, da die Therapie als IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung) gilt. Ausnahmen bestehen bei wenigen Kassen im Rahmen von Bonusprogrammen.
Eine typische Kur mit 10 Infusionen kostet somit ca. 1.800 €, abhängig von der gewählten Dosis.
Sicherheit: Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Hochdosierten Vitamin-C-Infusionen gelten bei korrekter Durchführung als gut verträglich. Dennoch gibt es Menschen, für die die Therapie nicht geeignet ist.
Absolute Kontraindikationen:
- Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel): Kann zu lebensbedrohlicher Hämolyse führen
- Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose): Vitamin C fördert die Eisenaufnahme
- Nieren- und Nierenversagen: Erhöhtes Risiko für die Bildung von Nierensteinen
- Oxalat-Nierensteine in der Vorgeschichte
Mögliche Nebenwirkung:
- Leichte Übelkeit oder Schwindel während der Infusion
- Druckgefühl an der Einstichstelle
- Vorübergehende Durchfälle bei sehr hohen Dosen
- Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen auf Zusatzstoffe
- Sehr selten: Herz-Kreislauf-Störungen oder Atemnot bei zu schneller Gabe
Bei Diabetikern kann hochdosiertes Vitamin C Blutzuckermessungen verfälschen. Sprechen Sie dies mit Ihrem Behandler ab. Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bestehenden Nierensteinen sollten auf die Therapie verzichten.
Worauf Sie bei der Praxiswahl achten sollten:
- Ausführliche Anamnese vor der ersten Behandlung
- Kontrolle relevanter Laborwerte (Nierenfunktion, G6PD-Status)
- Sterile Arbeitsbedingungen und hygienische Standards
- Individuelle Dosierung statt Pauschalangebote
- Transparente Aufklärung über Kosten und Risiken
Häufige Fragen zur Vitamin-C-Infusion
Wie schnell merkt man eine Wirkung?
Viele Patienten berichten von einem Energieschub bereits während oder unmittelbar nach der Infusion. Bei akuten Infekten kann sich der Zustand innerhalb von 24 bis 48 Stunden verbessern. Bei chronischen Beschwerden zeigt sich die Wirkung meist nach 3 bis 5 Behandlungen. Die intravenöse Gabe wirkt schneller als die orale Einnahme.
Wie oft sollte man die Vitamin C Infusionstherapie wiederholen?
Das hängt von der Indikation ab. Bei akuten Infekten reichen oft 2 bis 3 Infusionen. Chronische Zustände erfordern meist eine Kur von 8 bis 12 Behandlungen über mehrere Wochen. Zur Prävention genügt oft eine monatliche Auffrischung mit Mikronährstoffen.
Kann man zu viel Vitamin C verabreicht bekommen?
Der Körper scheidet überschüssiges Vitamin C über die Nieren aus. Bei gesunden Menschen ist eine Überdosierung daher selten. Bei Menschen mit Nieren-Erkrankungen oder den genannten Kontraindikationen können jedoch ernsthafte Komplikationen auftreten. Deshalb ist die ärztliche Voruntersuchung so wichtig.
Gibt es einen Gewöhnungseffekt?
Nein, der Körper entwickelt keine Toleranz gegenüber Vitamin C. Allerdings sollten Sie nach einer hochdosierten Kur nicht abrupt auf null zurückgehen. Eine schrittweise Reduktion oder der Wechsel zu oralen Präparaten in moderater Dosierung ist empfehlenswert.
Ersetzt die Infusion eine gesunde Ernährung?
Auf keinen Fall. Vitamin C ist nur eines von vielen essentiellen Nährstoffen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und vollwertigen Lebensmitteln bleibt die Basis. Die Vitamin-C-Infusion ist eine gezielte Intervention bei erhöhtem Bedarf, kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil. Vitamin C über die Nahrung aufzunehmen bleibt der natürlichste Weg.
Stärkt die Infusion die Immunabwehr langfristig?
Hochdosiertes Vitamin C kann die Immunabwehr bei akuten Belastungen unterstützen. Eine langfristige Stärkung des Immunsystems erfordert jedoch einen ganzheitlichen Ansatz mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung und Stressmanagement.
Zusammenfassung: Für wen lohnt sich die Vitamin-C-Infusion?
Eine Vitamin-C-Infusion ist dann sinnvoll, wenn der Körper therapeutische Konzentrationen benötigt, die oral nicht erreichbar sind. Die Indikation besteht vor allem bei akuten oder chronischen Infekten, Erschöpfungszuständen, bestimmten chronisch verlaufenden Erkrankungen oder als Begleittherapie in der Onkologie.
Die Behandlung ist sicher, wenn Kontraindikationen ausgeschlossen wurden und die Durchführung fachgerecht erfolgt. Eine einzelne Infusion kostet zwischen 40 und 150 Euro. Die Kosten werden von gesetzlichen Krankenkassen meist nicht übernommen.
Handlungsempfehlung: Lassen Sie vor der ersten Behandlung Ihre Nierenwerte prüfen und klären Sie ab, ob eine der genannten Kontraindikationen bei Ihnen vorliegt. Wählen Sie eine Praxis, die individuell dosiert und transparent über Nutzen und Risiken aufklärt. Bei chronischen Beschwerden ist eine Kur von mehreren hochdosierten Infusionen über Wochen meist sinnvoller als einzelne Behandlungen.
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