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Arthrose Behandlung: Schonende Therapien für Ihre Gelenke

Das Wichtigste in Kürze:

  • Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der sich der schützende Knorpel im Gelenk abbaut. Sie ist nicht heilbar, lässt sich aber sehr gut behandeln.
  • Die Behandlung einer Arthrose soll vor allem Beschwerden lindern, die Beweglichkeit verbessern und das Fortschreiten verlangsamen.
  • Konservative Methoden wie Physiotherapie, Bewegung, Ernährungsanpassung und Medikamente bilden die Basis jeder Arthrosetherapie.
  • Regenerative Therapien wie Hyaluronsäure, PRP (plättchenreiches Plasma) und Stammzellentherapie können die körpereigene Heilung unterstützen und eine Operation hinauszögern oder vermeiden.
  • Im Ganzheitlichen Orthopädischen Gesundheitszentrum (OGZ) in Eisenstadt und Frauenkirchen behandelt Dr. Ramin Ilbeygui Arthrose nach dem Prinzip „Reparieren statt operieren" mit über 30 Jahren Erfahrung.

Arthrose ist eine der häufigsten Ursachen für Gelenkschmerzen und betrifft Millionen von Menschen weltweit. Die Erkrankung entsteht, wenn sich der schützende Gelenkknorpel schleichend abbaut. Die Folge sind Schmerzen, Gelenksteifigkeit und eingeschränkte Beweglichkeit. Die gute Nachricht: Obwohl Arthrose nicht heilbar ist, stehen heute eine Vielzahl wirksamer Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die Arthrose Beschwerden deutlich lindern und die Lebensqualität erhalten können.

Die moderne Arthrose Behandlung besteht aus mehreren Bausteinen. Neben bewährten konservativen Maßnahmen wie Physiotherapie, Bewegung und Medikamenten bietet die regenerative Medizin heute schonende Behandlungsmöglichkeiten, die Ihre körpereigenen Heilungskräfte nutzen. Im OGZ Eisenstadt verfolgt Dr. Ramin Ilbeygui einen ganzheitlichen Ansatz: Ziel ist es, Ihre Gelenke so weit wie möglich zu erhalten und reparative Maßnahmen gegenüber operativen Eingriffen zu bevorzugen.

Dieser Ratgeber bietet Ihnen eine strukturierte Übersicht über alle wichtigen Aspekte der Arthrose Behandlung. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, hilft Ihnen aber dabei, das nächste Arztgespräch gezielter zu führen und informierte Entscheidungen zu treffen.

Das erwartet Sie auf dieser Seite:

  • Was Arthrose ist und wie der Gelenkverschleiß entsteht
  • Typische Symptome und wann Sie ärztliche Hilfe suchen sollten
  • Wie Ärzte Arthrose diagnostizieren
  • Die fünf Stufen der Gelenkabnutzung (Kellgren-Lawrence)
  • Konservative Therapie: Bewegung, Physiotherapie, Ernährung und Medikamente
  • Regenerative Therapien: Hyaluronsäure, PRP und Stammzellen
  • Operative Möglichkeiten bei fortgeschrittener Arthrose
  • Ergänzende Methoden wie Akupunktur und pflanzliche Mittel
  • Alltag mit Arthrose: Praktische Tipps für Beruf und Freizeit
  • Häufige Fragen zur Arthrose Behandlung

Was ist Arthrose und wie entsteht der Gelenkverschleiß?

Arthrose ist eine vorwiegend degenerative Gelenkerkrankung, die meist mit zunehmendem Alter auftritt. Der Gelenkknorpel funktioniert wie ein Stoßdämpfer zwischen den Knochen. Er sorgt dafür, dass sich die Gelenkflächen reibungsarm bewegen können. Bei Arthrose verschleißt dieser Knorpel schleichend über Jahre hinweg, bis er seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllen kann.

Die Erkrankung hinterlässt mit der Zeit auch Schäden in der Gelenkkapsel, am Knochen und an der Muskulatur. Die Arthrose entwickelt sich schleichend über längere Zeit. Das Ergebnis: Die Knochen reiben aufeinander, was zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt. Arthrose kann in fast jedem Gelenk auftreten. Die häufigsten Formen sind Kniearthrose und Hüftarthrose.

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es?

Typische Ursachen für Gelenkverschleiß:

  • Alter: Ab etwa 50 Jahren steigt das Risiko für altersbedingte Abnutzung der Knorpelschicht erheblich
  • Frühere Gelenkverletzungen: Ein Kreuzbandriss oder ein Meniskusschaden kann Jahrzehnte später zur Arthrose führen
  • Fehlstellungen: X-Beine oder O-Beine belasten bestimmte Gelenkbereiche übermäßig
  • Übergewicht: Jedes zusätzliche Kilogramm belastet vor allem die Kniegelenke um ein Vielfaches

Weitere Risikofaktoren sind genetische Veranlagung, körperlich schwere Berufe, Spitzensport mit hoher Gelenkbelastung und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Gicht.

💡 Hinweis: Beschwerden treten oft erst auf, wenn der Verschleiß bereits fortgeschritten ist. Im radiologischen Stadium 2–3 nach Kellgren-Lawrence sind die Veränderungen im Röntgenbild deutlich sichtbar, während Patientinnen und Patienten manchmal erst dann Symptome bemerken.

Welche Symptome treten bei Arthrose auf?

Die Erkrankung macht sich typischerweise durch schmerzhafte und steife Gelenke bemerkbar. Die Symptome einer Arthrose können anfangs nur leicht ausgeprägt sein oder sogar fehlen. Typische Arthrose Beschwerden entwickeln sich nicht über Nacht, sondern schleichen sich über Monate oder Jahre ein.

Die wichtigsten Arthrose Schmerzen und Symptome:

  • Anlaufschmerz: Die ersten Schritte nach dem Aufstehen am Morgen sind besonders schmerzhaft, bessern sich aber nach einigen Minuten Bewegung
  • Belastungsschmerzen: Schmerzen beim Treppensteigen, bei längeren Spaziergängen oder beim Tragen schwerer Einkaufstaschen
  • Gelenksteifigkeit: Typischerweise morgens, meist weniger als 30 Minuten andauernd
  • Gelenkgeräusche: Knirschen oder Knacken im Gelenk bei Bewegung
  • Schwellungen: Sichtbare Verdickung des Gelenks, besonders an Fingergelenken und Knie
  • Überwärmung: Bei aktivierter Arthrose kann das Gelenk warm und gerötet sein
  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Das Gelenk lässt sich nicht mehr vollständig beugen oder strecken

⚠️ Wichtig: Zunehmende Schmerzen in Ruhe oder nachts sind ein Warnsignal. Wenn Arthrose Schmerzen Sie aus dem Schlaf wecken oder trotz Schonung nicht besser werden, ist eine ärztliche Abklärung dringend empfohlen.

Wie stellen Ärzte Arthrose fest?

Bei Verdacht auf Arthrose ist der erste Weg meist zur Hausärztin oder zum Hausarzt. Bei Bedarf erfolgt eine Überweisung an eine orthopädische oder rheumatologische Praxis.

Der Diagnoseweg im Überblick

1. Anamnese (Krankengeschichte): Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fragt nach dem Beginn der Beschwerden, der genauen Schmerzlokalisation, Vorerkrankungen und familiärer Arthrose sowie Ihrem Beruf und sportlichen Aktivitäten.

2. Körperliche Untersuchung: Dabei werden Gelenkbeweglichkeit, mögliche Achsfehlstellungen, Schmerzpunkte und Gelenkgeräusche bei Bewegung geprüft.

3. Bildgebende Verfahren:

Verfahren Was es zeigt
Röntgen Gelenkspaltverengung, Knochenauswüchse (Osteophyten), Sklerosierung
Ultraschall Gelenkergüsse und Weichteilveränderungen
MRT Detaillierte Knorpelbeurteilung bei unklaren Befunden

4. Differenzialdiagnose: Andere Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Gicht oder Infektionen müssen ausgeschlossen werden. Dafür können Blutuntersuchungen oder eine Gelenkpunktion notwendig sein.

Wie wird die Gelenkabnutzung eingeteilt? Die fünf Arthrose-Grade

Die Arthrose kann in vier Stadien eingeteilt werden, wobei Grad 0 das gesunde Gelenk beschreibt. Die Einteilung nach Kellgren-Lawrence hilft dabei, die passende Therapie zu wählen. Je nach Stadium empfehlen wir unterschiedliche Therapieformen.

Grad 0: Gesundes Gelenk Der Knorpel ist gesund und zeigt keine Anzeichen von Verschleiß oder Beschädigung. Eine Behandlung ist nicht erforderlich.

Grad 1: Beginnende Abnutzung Erste minimale Veränderungen am Knorpel, die meist noch keine Beschwerden verursachen. Empfehlung: Basistherapie mit Physiotherapie, physikalischer Therapie, Anpassung des Lebensstils und gegebenenfalls Nahrungsergänzungen.

Grad 2: Leichte Arthrose Der Knorpel zeigt sichtbare Abnutzung, und erste knöcherne Veränderungen am Gelenkrand entstehen. Empfehlung: Basistherapie, Hyaluronsäuretherapie oder PRP kombiniert mit Hyaluronsäure.

Grad 3: Mittelschwere Arthrose Der Gelenkspalt ist deutlich verschmälert, Knochenanbauten nehmen zu und Beschwerden treten häufiger auf. Empfehlung: Basistherapie, PRP kombiniert mit Hyaluronsäure, Stammzellen kombiniert mit PRP und Hyaluronsäure oder gegebenenfalls operative Knorpeltransplantation.

Grad 4: Schwere Arthrose Der Knorpel ist weitgehend aufgebraucht, die Knochen reiben direkt aufeinander und das Gelenk verformt sich zunehmend. Empfehlung: Basistherapie, Stammzellen kombiniert mit PRP und Hyaluronsäure nach ärztlichem Ermessen, Knorpelzelltransplantation oder Gelenkersatz.

Welche konservativen Therapiemöglichkeiten gibt es?

Aktuelle Leitlinien empfehlen klar: Vor einer OP sollten alle konservativen Optionen ausgeschöpft werden. Die Behandlung von Arthrose umfasst konservative und operative Methoden, die darauf abzielen, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und das Fortschreiten zu verlangsamen.

Konservative Methoden bei Arthrose umfassen Physiotherapie und Bewegungstherapie, Gewichtsmanagement, medikamentöse Ansätze, physikalische Maßnahmen, Spritzen und orthopädische Hilfsmittel. Die Therapie wird individuell angepasst an das betroffene Gelenk, das Stadium der Erkrankung und Ihre persönliche Lebenssituation.

💡 Hinweis: Studien zeigen, dass gut informierte Patientinnen und Patienten mit Arthrose besser zurechtkommen. Sie brauchen weniger Schmerzmittel, haben weniger Arztbesuche und berichten über bessere Lebensqualität.

Bewegung und Sport bei Arthrose

Viele Betroffene glauben, sie müssten ihre Gelenke schonen. Das Gegenteil ist richtig: Regelmäßige Bewegung hält die Gelenke mobil. Sport stärkt die Muskeln, stabilisiert die Gelenke und fördert die Bildung von Gelenkflüssigkeit. Krafttraining wirkt schützend auf den Gelenkknorpel und beugt einer Arthrose vor.

Schonende, gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Yoga und Krafttraining stärken die Muskulatur und verbessern die Nährstoffversorgung des Knorpels. Sanfte Sportarten wie Schwimmen und Nordic Walking sind für Arthrose-Patienten besonders geeignet.

Geeignete Sportarten:

  • Schwimmen (vor allem Kraul- und Rückenschwimmen)
  • Radfahren oder Heimtrainer
  • Nordic Walking
  • Aquajogging
  • Flaches Wandern auf ebenen Wegen

Weniger geeignet: Stop-and-go-Sportarten wie Squash oder Tennis auf Hartplatz, Kontaktsportarten wie Fußball und Sportarten mit hohen Sprungbelastungen.

Streben Sie mindestens 2–3 Einheiten à 30 Minuten pro Woche an. Beginnen Sie langsam und steigern Sie die Intensität schrittweise, immer in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Physiotherapeuten.

Gelenke entlasten: Gewicht, Hilfsmittel und Alltagstricks

Übergewicht belastet die Gelenke und sollte durch regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung reduziert werden. Ein Beispiel: Beim Treppensteigen wirkt auf das Kniegelenk das Drei- bis Vierfache des Körpergewichts. Wer 100 kg wiegt, belastet sein Knie mit 300–400 kg. Jedes verlorene Kilogramm entlastet die Gelenke daher mehrfach.

Ernährungsanpassung und Gewichtsreduktion können den Zustand der Gelenke signifikant verbessern. Bei einem BMI über 25 empfiehlt sich eine moderate Abnahme von 5–10 % des Ausgangsgewichts innerhalb von 6–12 Monaten.

Hilfreiche Hilfsmittel im Alltag:

Hilfsmittel Anwendungsbereich
Bandagen und Orthesen Stabilisierung von Knie und Sprunggelenk
Gehstöcke Entlastung bei Hüft- und Kniearthrose
Weiche Schuhsohlen Dämpfung von Stoßbelastungen
Einlagen Korrektur von Fehlstellungen
Greifzangen Schonung der Fingergelenke im Alltag

Physiotherapie und physikalische Therapie

Physiotherapie und Krankengymnastik sind wichtige Bausteine in der Behandlung von Arthrose. Physiotherapie umfasst gezielten Muskelaufbau zur Gelenkstabilisierung, Koordinationstraining, Gelenkmobilisation und Schulung gelenkschonender Bewegungsmuster im Alltag.

Kälte- oder Wärmeanwendungen können bei der Behandlung von Arthrose hilfreich sein. Wärme (Fango, Wärmepackungen) eignet sich bei chronischen Schmerzen zur Muskelentspannung und Durchblutungsförderung. Kälte (Eispackungen, Kühlgel) hilft bei akuten Entzündungen und Schwellungen.

Weitere physikalische Methoden sind Elektrotherapie (TENS) zur Schmerzlinderung, Ultraschalltherapie zur Tiefenwärme und manuelle Therapie zur Mobilisation von Gelenken.

Im OGZ Eisenstadt und Frauenkirchen arbeiten erfahrene Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die individuelle Übungsprogramme für Ihre Situation erstellen.

Welche Medikamente helfen bei Arthrose?

Medikamente können Arthrose Schmerzen lindern und Entzündungen bremsen. Den Knorpel „heilen" können sie in der Regel nicht. Schmerzmittel wie Paracetamol, Metamizol oder NSAR (Ibuprofen, Diclofenac) werden bei Arthrose zur Schmerzlinderung eingesetzt.

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR): Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen sind als Tabletten oder lokal als Salben und Gels verfügbar. Die regelmäßige Einnahme von NSAR ist notwendig, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Bei längerer Anwendung können Magen-Darm-Beschwerden auftreten, weshalb oft ein Magenschutz kombiniert wird.

Coxibe (COX-2-Hemmer): Coxibe sind eine spezielle Gruppe von NSAR, die ebenfalls zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden. Sie sind eine Alternative bei hohem Magenrisiko, erfordern aber Beachtung eines möglichen erhöhten Herz-Kreislauf-Risikos.

Reservemedikamente: Opioide werden in sehr schweren Fällen zur Schmerzlinderung eingesetzt, jedoch nur über kurze Zeit und unter enger ärztlicher Kontrolle. Schmerzlindernde Salben, Cremes oder Gels können bei Arthrose-Gelenken ergänzend angewendet werden.

⚠️ Wichtig: Dauer und Dosis aller Medikamente müssen immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abgestimmt werden. Vermeiden Sie Selbstmedikation über mehrere Wochen, auch bei frei verkäuflichen Schmerzmitteln.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Arthrose?

Eine gesunde Ernährung kann den Verlauf der Arthrose positiv beeinflussen und Schmerzen lindern. Eine hochwertige, kalorienarme und vorwiegend pflanzliche Ernährung wirkt sich positiv auf Körpergewicht und Gelenke aus.

Empfohlen Reduzieren
Viel Gemüse und Obst Rotes Fleisch und Wurstwaren
Vollkornprodukte Zucker und Süßigkeiten
Hülsenfrüchte Fertigprodukte
Fisch (Omega-3-Fettsäuren) Gesättigte Fette
Olivenöl und Nüsse Alkohol

Nahrungsergänzungsmittel wie Glucosamin, Chondroitin, Kollagenhydrolysat und Omega-3-Kapseln werden häufig verwendet. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch begrenzt. Vitamine und Nährstoffe aus einer ausgewogenen Ernährung sind in der Regel ausreichend. Besprechen Sie die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Regenerative Arthrose Behandlung: Hyaluronsäure, PRP und Stammzellen

Die regenerative Medizin bietet heute schonende Behandlungsmöglichkeiten, die Ihre körpereigenen Heilungskräfte nutzen. Alle im Folgenden beschriebenen Therapien werden ambulant durchgeführt, verwenden körpereigene oder körperverträgliche Substanzen und zielen darauf ab, Entzündungen zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und den Knorpel zu schützen.

Die Zukunft der Arthrosebehandlung liegt in der Unterstützung der körpereigenen Reparaturmechanismen und einem regenerativen Ansatz. Im OGZ bieten wir drei aufeinander aufbauende regenerative Therapien an, die je nach Arthrose-Grad individuell eingesetzt werden.

1) Hyaluronsäuretherapie: Neue Schmierung für Ihr Gelenk

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil Ihrer Gelenkflüssigkeit. Sie sorgt dafür, dass das Gelenk geschmeidig bleibt und Stöße abgefedert werden. Bei Arthrose nimmt die körpereigene Hyaluronsäure ab, wodurch der Knorpel schlechter geschützt ist.

Bei der Behandlung wird hochwertige Hyaluronsäure direkt in das betroffene Gelenk gespritzt. Sie ergänzt die natürliche Gelenkschmiere, kann Reibung und Entzündungen reduzieren und so zur Schmerzlinderung beitragen. Hyaluronsäure-Injektionen können bei Arthrose in Betracht gezogen werden.

Vorteile:

  • Ergänzt die natürliche Gelenkschmiere
  • Kann Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern
  • Ambulante Behandlung, in der Regel gut verträglich

Verfügbare Anwendungsformen im OGZ:

Variante Anwendung Empfohlen bei
Einmalige hochkonzentrierte Injektion Stark konzentriert, nur eine Sitzung Grad 3–4
Wöchentliche Hyaluronsäurekur (5 Wochen) 5 Injektionen, einmal wöchentlich Grad 1–3
Kombinierte Hyaluronsäure- und Kortisoninjektion Einmalige Injektion Grad 1–4 bei entzündlichen Zuständen

2) PRP und Hyaluronsäure: Die Kombinationstherapie

Bei dieser Therapie werden zwei bewährte Behandlungsansätze gezielt kombiniert. Aus einer kleinen Menge Ihres Blutes wird plättchenreiches Plasma (PRP) gewonnen. Dieses enthält eine hohe Konzentration an körpereigenen Wachstumsfaktoren, die Entzündungen hemmen und die Regeneration des Gewebes fördern können.

Gemeinsam mit Hyaluronsäure entsteht ein Therapie-Cocktail, bei dem jeder Wirkstoff seine eigene Aufgabe übernimmt: Die Hyaluronsäure verbessert die Gelenkschmierung und schützt den Knorpel. Das PRP liefert Wachstumsfaktoren, die aktiv die Heilung im Gelenk unterstützen können. Durch die Kombination beider Wirkstoffe ergänzen sich Schmierung und Regeneration.

Vorteile:

  • Kombination aus körpereigenem PRP und Hyaluronsäure
  • Schmierung und Regeneration in einer Behandlung
  • Ambulant, schonend und ohne Ausfallzeit

💡 Hinweis: PRP und Hyaluronsäure sind zwei separate Spritzen, die in einer Sitzung verabreicht werden. Es handelt sich nicht um eine einzelne Mischspritze.

3) Stammzellen, PRP und Hyaluronsäure: Die umfassende Therapie

Bei fortgeschrittener Arthrose kann eine intensivere Behandlung sinnvoll sein. Diese Therapie kombiniert drei Wirkstoffe, die jeweils eine eigene Funktion erfüllen.

Aus Ihrem Blut oder Knochenmark aus dem Beckenknochen werden echte periphere Blutstammzellen gewonnen. Diese besitzen die Fähigkeit, sich in verschiedene Gewebetypen zu entwickeln und können die Regeneration von geschädigtem Knorpelgewebe unterstützen. Im Unterschied zu PRP, das Wachstumsfaktoren liefert, handelt es sich hier um echte Stammzellen mit Regenerationspotenzial.

Drei Wirkstoffe, drei Aufgaben:

  • Stammzellen: Können die Knorpelregeneration unterstützen
  • PRP: Liefert Wachstumsfaktoren und hemmt Entzündungen
  • Hyaluronsäure: Verbessert die Gelenkschmierung und Stoßdämpfung

Vorteile:

  • Umfassendste regenerative Therapieoption
  • Alle drei Wirkstoffe sind körpereigen oder körperverträglich
  • Ambulante Behandlung, ohne operativen Eingriff

Welche Gelenke können behandelt werden?

Die regenerativen Therapien im OGZ können bei Arthrose in verschiedenen Gelenken eingesetzt werden. Arthrose kann in fast jedem Gelenk auftreten. Die häufigsten Anwendungsbereiche:

  • Knie (Kniearthrose, die häufigste Form)
  • Hüfte (Coxarthrose)
  • Schulter
  • Sprunggelenk
  • Ellbogen
  • Daumensattelgelenk (Rhizarthrose)
  • Fingergelenke
  • Wirbelsäule (Facettengelenksarthrose)

Welche Therapie für welches Gelenk und welchen Grad geeignet ist, bespricht Dr. Ilbeygui individuell mit Ihnen.

Wann ist eine Operation bei Arthrose sinnvoll?

Eine Operation bei Arthrose wird in der Regel nur in Betracht gezogen, wenn konservative Therapien nicht ausreichend wirken. Die Entscheidung für einen Gelenkersatz muss sehr kritisch getroffen sowie Vor- und Nachteile genauestens abgewogen werden.

Hauptindikationen für einen operativen Eingriff:

  • Starke Schmerzen trotz ausgeschöpfter konservativer Therapie über mindestens 6 Monate
  • Deutliche Funktionseinschränkung im Alltag (Gehen unter 200–300 m, Treppensteigen kaum möglich)
  • Radiologisch fortgeschrittene Arthrose (Stadium 3–4)

Operative Methoden im Überblick

Gelenkspiegelung (Arthroskopie): Wenn konservative Therapien nicht wirken, kann der Arzt das Gelenk spülen (Lavage) oder beschädigtes Gewebe entfernen (Debridement). Diese Methode wird heute seltener als alleinige Arthrosetherapie eingesetzt und ist vor allem bei mechanischen Blockaden sinnvoll.

Knorpelrekonstruktive Verfahren: Die Resektions-Arthroplastik ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem geschädigte Gelenkflächen entfernt und durch körpereigenes Gewebe ersetzt werden. Bei begrenzten Knorpelschäden kann auch eine Mikrofrakturierung oder Knorpelzelltransplantation in Betracht kommen. Knorpelaufbau kann durch elektrische Stimulation mit Nanofasern erfolgen, die durch Bewegung elektrische Spannungen erzeugen. Dies ist ein Forschungsbereich mit vielversprechenden Chancen.

Korrekturosteotomie: Die Korrektur-Osteotomie wird durchgeführt, um die Belastung im Gelenk besser zu verteilen und die Arthrose zu behandeln. Typische Anwendung: Jüngere Patienten mit einseitig betonter Kniearthrose und O-Bein-Fehlstellung.

Arthrodese (Gelenkversteifung): Die Arthrodese ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem ein Gelenk gezielt versteift wird, um Schmerzen zu lindern und die Stabilität zu erhöhen. Sie kommt vor allem bei schwerer Arthrose an Fingergelenken, Sprunggelenk oder Großzehen-Grundgelenk in Frage.

Gelenkersatz (Endoprothese): Bei weit fortgeschrittener Kniearthrose oder Hüftarthrose kann ein künstliches Gelenk (Endoprothese) mittels Operation eingesetzt werden. Operative Methoden bei schweren Arthrose-Fällen können Gelenkersatzoperationen umfassen. Moderne Prothesen halten 15–20 Jahre. Die Reha-Phase umfasst mehrere Wochen mit intensiver Physiotherapie.

⚠️ Wichtig: Im OGZ prüfen wir immer zuerst alle konservativen und regenerativen Möglichkeiten, bevor eine OP empfohlen wird. In vielen Fällen kann ein Eingriff durch regenerative Therapien hinausgezögert oder vermieden werden.

Welche ergänzenden Methoden gibt es bei Arthrose?

Viele Betroffene möchten zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung andere Ansätze nutzen. Das ist verständlich. Komplementäre Verfahren ergänzen die Standardtherapie, ersetzen sie aber nicht.

Akupunktur: Akupunktur kann chronische Schmerzen bei Arthrose lindern und die Gelenkfunktion verbessern. Bei Kniearthrose zeigen mehrere Studien eine moderate kurzfristige Schmerzlinderung. Meist sind 10–15 Sitzungen über einige Wochen erforderlich. Im OGZ bietet Dr. Ilbeygui Akupunktur als ergänzende Therapie an.

Magnetfeldtherapie: Die Magnetfeldtherapie nutzt elektromagnetische Felder zur Schmerzlinderung. Neuere Verfahren wie die Extrakorporale Magnetotransduktions-Therapie (EMTT) arbeiten mit höheren Frequenzen. Die Studienlage ist nicht eindeutig, viele Patienten berichten aber von positiven Effekten.

Pflanzliche Mittel: Traditionell werden verschiedene Pflanzen zur Linderung von Gelenkschmerzen genutzt: Teufelskralle, Brennnessel, Weihrauch und Kurkuma. Viele Betroffene berichten subjektiv positive Effekte. Die Studienergebnisse sind jedoch häufig uneinheitlich. Besprechen Sie neue Präparate immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker, vor allem bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente.

Neuere Verfahren: Die transarterielle periartikuläre Embolisation (TAPE) reguliert die Blutzufuhr zu entzündeten Bereichen und erweitert das Behandlungsspektrum. Arthrosamid ist eine neue Injektionstherapie, die Informationen aus ersten Studien zufolge langfristig Schmerzen lindern und die Gelenkfunktion verbessern kann.

Wie gestalte ich den Alltag mit Arthrose?

Aktives Selbstmanagement ist der Schlüssel zum Leben mit Arthrose. Gut informierte Patientinnen und Patienten kommen mit ihrer Erkrankung nachweislich besser zurecht.

Tipps für Beruf und Freizeit

Im Beruf:

  • Arbeitsplatz ergonomisch gestalten (höhenverstellbarer Schreibtisch, guter Bürostuhl)
  • Schwere Lasten vermeiden oder Hilfsmittel nutzen
  • Regelmäßige kurze Bewegungspausen einplanen (alle 45–60 Minuten aufstehen)

Im Haushalt:

  • Hilfsmittel wie Greifzangen, erhöhte Stühle und rutschfeste Matten einsetzen
  • Aktivitäten wie Gartenarbeit in kurze Blöcke mit Pausen aufteilen
  • Kniefreundliche Alternativen suchen (zum Beispiel Hochbeet statt Beet auf Bodenniveau)

Psychische Gesundheit und Schmerztagebuch

Chronische Schmerzen können belasten und zu Erschöpfung oder Niedergeschlagenheit führen. Zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen: Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, nutzen Sie Selbsthilfegruppen oder nehmen Sie bei Bedarf psychologische Unterstützung in Anspruch.

Ein Schmerztagebuch hilft, Zusammenhänge zu erkennen: Wann treten Schmerzen auf? Welche Aktivitäten verstärken die Beschwerden? Wie wirken Medikamente? Mittlerweile gibt es auch Apps, die das Führen eines Schmerztagebuchs erleichtern.

Prävention und langfristige Strategie

Arthrose ist nicht heilbar, aber durch geeignete Behandlung lässt sich ihr Fortschreiten bremsen und Beschwerden lindern. Die wichtigsten Bausteine der Prävention: normales Körpergewicht halten, regelmäßige gelenkschonende Bewegung, konsequente Behandlung von Fehlstellungen und Gelenkverletzungen sowie Überlastungen im Beruf und Sport vermeiden.

Präventionskurse helfen, das Bewusstsein für einen arthrosegerechten Lebensstil zu schulen. Vorsorgeprogramme und Reha-Sport werden von vielen Krankenkassen mitfinanziert. Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach den Möglichkeiten.

Häufige Fragen zur Arthrose Behandlung

Ist Arthrose heilbar?

Arthrose ist nicht heilbar, aber sehr gut behandelbar. Mit der richtigen Kombination aus Bewegung, Physiotherapie, Ernährung und gegebenenfalls regenerativen Therapien können Beschwerden deutlich gelindert und das Fortschreiten verlangsamt werden.

Welche Therapie ist bei Arthrose am besten?

Die beste Arthrosetherapie ist immer individuell. Sie hängt vom betroffenen Gelenk, dem Stadium der Erkrankung und Ihrer persönlichen Lebenssituation ab. Im OGZ erstellt Dr. Ilbeygui einen maßgeschneiderten Therapieplan, der konservative und regenerative Methoden kombiniert.

Was bringt Hyaluronsäure bei Arthrose?

Hyaluronsäure ergänzt die natürliche Gelenkschmiere und kann Reibung, Entzündungen und Schmerzen reduzieren. Die Anwendung erfolgt als Spritze direkt ins Gelenk. Im OGZ stehen verschiedene Varianten zur Verfügung, von der einmaligen hochkonzentrierten Injektion bis zur 5-wöchigen Kur.

Was ist PRP-Therapie bei Arthrose?

PRP steht für plättchenreiches Plasma. Aus einer kleinen Menge Ihres Blutes werden körpereigene Wachstumsfaktoren gewonnen, die Entzündungen hemmen und die Regeneration fördern können. Im OGZ wird PRP häufig mit Hyaluronsäure kombiniert, um Schmierung und Regeneration zu verbinden.

Kann Stammzellentherapie bei Arthrose helfen?

Echte periphere Blutstammzellen besitzen die Fähigkeit, sich in verschiedene Gewebetypen zu entwickeln und können die Regeneration von geschädigtem Knorpelgewebe unterstützen. Im OGZ wird die Stammzellentherapie bei fortgeschrittener Arthrose mit PRP und Hyaluronsäure kombiniert, ambulant und ohne operativen Eingriff.

Wann sollte ich mit Arthrose zum Arzt gehen?

Anhaltende Gelenkschmerzen über mehr als 4–6 Wochen, Schwellungen oder Schmerzen in Ruhe sind immer ein Grund für eine ärztliche Abklärung. Je früher eine Arthrose erkannt wird, desto besser stehen die Chancen, das Fortschreiten wirksam zu bremsen.

Arthrose bedeutet nicht automatisch, dass eine Operation notwendig ist. Mit der richtigen Therapie können Sie aktiv Einfluss auf Ihre Gelenkgesundheit nehmen und Ihre Lebensqualität erhalten. Im OGZ Eisenstadt und Frauenkirchen berät Sie Dr. Ramin Ilbeygui persönlich zu den passenden Behandlungsmöglichkeiten für Ihre Situation.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin: online unter www.ogz.at/termin oder telefonisch unter 02682 / 72 522 (Eisenstadt) bzw. 02172 / 21 954 (Frauenkirchen).

Portrait Foto von Dr. Ramin Ilbeygui
Facharzt für Orthopädie & orthopädische Chirurgie, Arzt für Allgemeinmedizin, Arzt für orthomolekulare & regenerative Medizin

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Wir behandeln nicht nur Symptome, sondern arbeiten gezielt an der Ursache Ihrer Beschwerden. Beginnen Sie Ihre ganzheitliche Therapie im Orthopädischen Gesundheitszentrum.